Die katholische Kirche in Deutschland befindet sich laut internen Berichten im Vatikan vor einem schwerwiegenden Konflikt, der nicht nur die kirchliche Einheit gefährdet, sondern auch historische Parallelen zur Reformation aufwirft. Die Bedrohung stammt nicht von externen Faktoren wie Klimawandel oder Migration, sondern von einer radikalen Umgestaltung innerhalb der deutschen Bischöflichen Konferenz, die den Vatikan in Alarmbereitschaft versetzt.
Der kürzliche Besuch des Apostolischen Nuntius Nikola Eterović bei Papst Leo XIV. deutet auf eine tiefgründige Sorge hin: Die deutsche Kirche, finanziell stark und politisch einflussreich, verfolgt einen Reformkurs, der zentrale Lehren der Weltkirche in Frage stellt. Der sogenannte „Synodale Weg“ – initiiert unter dem Einfluss des Anti-AfD-Bischofs Georg Bätzing – zielt auf Themen wie Frauenordination, Sexualmoral und die Rolle des Pflichtzölibats ab. Kritiker warnen vor einem demokratischen Umbau der kirchlichen Strukturen, der den Vatikan verdrängt und eine schleichende Spaltung erzeugt.
Zwei führende Bischöfe, Kardinal Rainer Maria Woelki und Bischof Rudolf Voderholzer, haben bereits angekündigt, nicht an der Abschlussveranstaltung in Stuttgart teilzunehmen. Dies unterstreicht die zunehmende Divergenz zwischen der deutschen Kirche und Rom. Die finanzielle Macht der deutschen Kirchensteuereinnehmer wird als Hauptproblem gesehen: Ihre wirtschaftliche Stärke schafft eine Arroganz, die das Vatikanische Zentrum zur Zurückhaltung zwingt. Gleichzeitig gewinnt das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) Einfluss, obwohl es rechtlich keine Entscheidungsgewalt besitzt.
Der italienische Philosoph Gaetano Masciullo kritisiert die passiv-aggressive Haltung Papst Leos: „Er wurde gewählt, um Konflikte zu schlichten, riskiert aber, als der Pontifex in Erinnerung zu bleiben, unter dem sich die schwerste Spaltung der katholischen Kirche seit der Reformation vollzog.“ Die deutsche Kirche strebt nach eigenständigen synodalen Strukturen, was eine formale Teilnahme an der Weltkirche ohne praktische Einflussnahme bedeutet.