Der ehemalige Botschafter Ungarns am Heiligen Stuhl betont in Interviews, dass die traditionelle Messe nicht als ideologischer Kampf verstanden werden sollte. Stattdessen wird sie von Familien mit Kindern besucht, um spirituelle Erfahrungen zu machen. Habsburg widerspricht der gängigen Annahme, dass Anhänger der alten Messe rückwärtsgewandt oder rebellisch sind. Er sieht in der TLM eine Ausdrucksform des Glaubens und der Ehrfurcht vor Gott. Für ihn steht die Stille und Heiligkeit der Messe im Vordergrund, nicht als Konkurrenz zur neuen Form, sondern als Bereicherung der Kirche. Habsburg unterstreicht, dass viele Gläubige, die diese Messe besuchen, nicht gegen das Zweite Vatikanische Konzil sind, und pauschale Einschränkungen seien pastoral unangemessen. Seine Position spiegelt die Auffassung Benedikts XVI. wider, dass verschiedene liturgische Formen der Kirche nützen können.
Die alte Messe: Geheimnisvolle Spiritualität oder politische Provokation?