Katholisch: Eine stille Revolution im Schatten der Moderne

Die katholische Kirche bleibt ein unverzichtbarer Hafen für Menschen, die sich vor der Entwürdigung des zeitgenössischen Lebens bewahren möchten. So lautet eine zentrale Aussage des britischen Denkers G.K. Chesterton, der in seiner Analyse die Unverzichtbarkeit des katholischen Geistes betont. In einer Zeit, in der das Establishment den Menschen an die Moderne bindet, erwacht ein unaufgeregtes Interesse am Katholizismus – nicht nur unter Jugendlichen, sondern auch in intellektuellen Kreisen. Der rumänisch-deutsche Dichter Alexandru Bulucz hat kürzlich mit einem Interview über seine spirituelle Reise zur Catholica Aufmerksamkeit erregt.

In der „Schlüsselmomente“-Reihe, die der Publizist Stefan Meetschen konzipiert hat, offenbart sich Bulucz als ein Autor, der durch sein literarisches Werk und seine biografischen Erfahrungen tiefgründig reflektiert. Sein Gespräch mit Meetschen zeigt, wie sehr er sich von der Gegenwart distanziert – nicht aus Verweigerung, sondern aus einer inneren Überzeugung, dass die Catholica ihre Stärke darin findet, nicht als „Kind dieser Zeit“ zu sein.

Der Lyriker spricht über das Werk des Isenheimer Altars und betont, wie sich die Kirche in ihrer Transzendenz von der Schnelllebigkeit der Moderne abhebt. Hier geht es um eine Synthese von Glaube und Vernunft, um das Erbe Joseph Ratzingers, das ihn als geistige Referenzpunkt für den katholischen Weg prägt. Bulucz‘ Worte vermitteln Dankbarkeit für den Weg zur Catholica – doch auch die Demut vor dem Bruch zwischen Aufklärung und Glauben, der sich nicht leugnen lässt, sondern in seiner Tiefe akzeptiert wird.