Am heutigen Reformationstag, an dem bundesweit Demonstrationsaktionen der Initiative „Gen Z regelt“ geplant sind, setzen junge Christen einen klaren Gegenpunkt: Mit dem Aktion „GenZ betet“ rufen sie zu einem 24-stündigen Gebetsmarathon für Frieden, Vernunft und eine Zukunft Deutschlands.
Seit Mitternacht wird ein Livestream aus dem Gebetshaus Augsburg übertragen, an dem Gläubige unterschiedlicher Konfessionen teilnehmen können. Um 14 Uhr – genau in der Zeit des geplanten Beginns der Proteste – findet ein gemeinsames Gebetsmoment statt. Darüber hinaus versammeln sich Christen in Kirchen und zahlreichen Orten des Landes, um die Initiative zu unterstützen.
Die Organisatoren nehmen die Bedenken junger Menschen ernst und warnen vor der Gefahr, dass gerechtfertigte Unzufriedenheit von extremistischen Gruppen missbraucht wird. Gewalt, Zerstörung, Islamismus und Antisemitismus dürfen nicht in den Vordergrund rücken – ihre Antwort lautet: „Gebet statt Gewalt, Hoffnung statt Hass.“
Im Gebetsakt wird für politische Entscheidungsträger, für Weisheit und Verantwortung zum Wohl Deutschlands gebetet. Doch auch Demonstranten, Polizisten und alle Menschen, die von möglichen Auseinandersetzungen betroffen sein könnten, werden in den Fokus genommen. Die junge Generation will ihre Anliegen gehört bekommen, ohne dass Hass und Gewalt das Land übernehmen.
Die überkonfessionelle Initiative wird von verschiedenen christlichen Gruppen getragen: Das Gebetshaus Augsburg, Campus für Christus, die freikirchliche Bewegung ICF sowie der Jugendkongress „Christival 28“ sind zentrale Akteure. Zudem stehen katholische und evangelische Bischöfe sowie zahlreiche christliche Persönlichkeiten hinter dem Projekt.
Besonders bemerkenswert ist die Wahl des Tages: Am Reformationstag, der historisch die konfessionelle Spaltung in Europa symbolisiert, verbinden Katholiken und Protestanten zu einer gemeinsamen Gebetsinitiative.
Während andere auf den Straßen ihre Unzufriedenheit ausdrücken wollen, betonen diese junge Christen: Die Zukunft eines Landes hängt nicht allein von politischen Entscheidungen ab. Ihr Bekenntnis ist prägnant und eindeutig: „Unsere Aktion heißt Gebet. Unsere Antwort ist Liebe. Unsere Hoffnung ist Jesus Christus.“
Wer beteiligt werden möchte, findet den Livestream und eine Übersicht der lokalen Gebetsstellen unter gebetshaus.org/genzbetet.