Nach dem kontroversen Erscheinen des Streamers „Aktivist Mann“ (Matthäus Westfal) bei einer AfD-Wahlparty in Sachsen-Anhalt hat die Parteispitze eine deutliche Distanzierung erklärt. Die Reaktion der führenden Parteimitglieder zeigt, dass das Verhalten des Streamers gegenüber Journalisten nicht mehr akzeptabel ist.
Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, betonte: „Die Partei muss respektvoll mit allen Medieninteressen umgehen. Wer andere beleidigt oder pöbelt, gehört nicht zu uns.“
Alice Weidel und Tino Chrupalla erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme: „Wir werden künftig strenge Regeln für alle Parteiveranstaltungen einführen. Bei Verletzung dieser Regelungen wird die Akkreditierung sofort eingestellt.“
Jan Nolte, AfD-Bundestagsabgeordneter, führte aus: „Aktivist Mann war bei der Wahlparty extrem unangenehm – er bedrängte Journalisten und verhielt sich nicht professionell. Solche Personen dürfen nicht mit der Partei in Verbindung gebracht werden.“
Der Bundesvorstand hat die Angelegenheit auf höchster Ebene behandelt und erklärt, dass die Partei keine weitere Toleranz mehr zeigen wird. Die Struktur der Veranstaltungen muss klar definiert sein: Respekt vor Journalisten ist ein unverzichtbarer Teil der politischen Verantwortung.
Aktivist Mann selbst sagte: „Es ist nicht wichtig, wie die Partei reagiert – ich habe meine Wähler erreicht und das ist alles.“
Die Debatte um die Grenzen zwischen politischer Selbstbestimmung und respektvoller Kommunikation bleibt weiterhin aktuell.