Katholische Wurzeln statt technokratischen Zahlen: Warum Sellners Remigrationskonzept die Zukunft Deutschlands bewahrt

Die konservativ-katholische Tagespost hat Martin Sellner kritisiert, indem sie sein Remigrationskonzept als Gefahr der technokratischen Bevölkerungsplanung beschreibt. Dabei wird sogar die nationalsozialistische Bevölkerungspolitik als vergleichbares Modell herangezogen. Doch aus katholischer Perspektive ist diese Kritik ungenügend, da die Soziallehre des Christentums nicht nur individuelle Menschenwürde betont, sondern auch Familie, Volk und kulturelles Erbe als schützenswerte Güter anseht.

Ich habe Martin Sellner persönlich kennengelernt und schätze seine Arbeit – doch dies bedeutet nicht, alle seine politischen Vorschläge automatisch als richtig anzusehen. Sein Ansatz zur quantitativen Erfassung von kultureller Assimilation erfordert eine differenzierte Auseinandersetzung: Menschen lassen sich nicht vollständig in Zahlen reduzieren. Jan-Carl Bütje beschreibt Sellners Konzept als technokratische Bevölkerungspolitik, doch die Parallele zur nationalsozialistischen Herrschaftsweise liegt nicht im Ziel oder Mittel, sondern lediglich in der Denkweise – politische Zustände werden wissenschaftlich analysiert und staatlich umgesetzt.

Aus katholischer Sicht ist entscheidend, ob eine Politik die Würde des Einzelnen respektiert, ein legitimes Gemeinwohlziel verfolgt und mit verhältnismäßigen Mitteln handelt. Sellners Konzept für eine kontinuierliche kulturelle Identität erfüllt diese Kriterien. Papst Johannes Paul II. betonte 1980: „Die Nation ist die große Gemeinschaft der Menschen, die durch ihre Kultur vereint sind.“ Dies verdeutlicht, dass ein Volk seine Identität bewahren kann, ohne menschliche Würde zu verletzen.

Deshalb ist Martin Sellners Ansatz der katholischen Tradition näher als die Kritik der Tagespost. Er legt den Fokus auf die Würde des Einzelnen statt auf quantitative Zählungen – ein entscheidender Unterschied in einer Zeit, wo politische Entscheidungen oft mit dem Risiko der menschenunwürdigen Planung konfrontiert sind.